Interview mit M. Eng. Helmut Welke

M. Eng. Helmut Welke (USA, deutsche Vorfahren) ist Ingenieur und in den USA und in Europa, v.a. in Deutschland, gefragter Redner

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kreatikon: Sie sind in Deutschland, in Köln geboren und kurz danach mit Ihren Eltern in die USA ausgewandert. Warum, meinen Sie, glauben verhältnismäßig mehr Amerikaner an die Schöpfung als Deutsche?

Welke: Es ist schwer, das mit Sicherheit zu sagen, aber ich würde über einige Gründe spekulieren. In Amerika hatten wir in den letzten 100 Jahren viel mehr starke Prediger und Evangelisten, als Deutschland in dieser Zeit. Dies führte zu einer stärkeren Akzeptanz der Bibel als maßgeblichen Maßstab in unserer Gesellschaft als in Deutschland. Darüber hinaus haben viele bedeutende deutsche Wissenschaftler und Philosophen (wie Haeckel) die darwinistische Sicht auf Geschichte und Wissenschaft voll und ganz unterstützt. Sie hatten einen sehr starken Einfluss auf die europäische Kultur, darunter eine Person namens Adolf Hitler, der das Christentum ablehnte und voll an Darwin glaubte. (Es gibt viele historische Quellen, die dies unterstützen.) Es ist bekannt, dass viele deutsche Professoren zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg nach Amerika kamen – und sie begannen die Säkularisierung des amerikanischen Schulsystems etwa eine Generation oder mehr, nachdem dies in Deutschland geschehen war. Dazu kommt, dass Amerikaner – durch ihre Geschichte und aufgrund ihrer Natur – kritischer sind. Wir glauben nicht ohne weiteres, was die Machthabenden uns sagen. Wir stellen mehr Fragen, wir fordern im Allgemeinen mehr und bessere Beweise für die Aussagen eines Professors.

kreatikon: Sie erwähnten in einem Vortrag, dass Sie sich während Ihres Studiums an der Universität von Illinois in Urbana zu Jesus Christus bekehrten. Was hat Sie endgültig überzeugt?

Welke: Ich bin in einem normalen christlichen Elternhaus aufgewachsen. Aber als ich an die Universität kam, wurde mein christlicher Hintergrund sehr herausgefordert. Nicht nur durch die üblichen Versuchungen eines jungen Mannes, sondern auch durch die Aussage eines meiner ersten Professoren, dass man „nicht gleichzeitig Wissenschaft betreiben und an Gott glauben“ könne. Glücklicherweise hatte ich einige Freunde, die mich zu Bibelarbeiten einluden und mir viele Bücher über die Geschichte und Glaubwürdigkeit des Christentums gaben. Ein Buch von Josh McDowell dokumentierte die vielen historischen Argumente, die zeigen, dass Jesus Christus wirklich von den Toten auferstanden ist, dass dies ein reales Ereignis in der realen Geschichte unserer Welt war. Außerdem ergab die atheistische Idee wissenschaftlich einfach nicht viel Sinn. Ich wusste bereits etwas über die Komplexität lebender Zellen und selbst unser Sonnensystem konnte nicht zufällig entstanden sein. Siehe Römer 1,19-20.
So war die Apologetik – die Verteidigung des christlichen Glaubens nach 1. Petrus 3,15 – für meine Bekehrung wichtig, und ich denke, sie ist für viele Menschen heutzutage noch wichtiger.
kreatikon: Bevor Sie sich vollzeitig der Paläontologie (Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter) widmeten, haben Sie 38 Jahre als Ingenieurmanager für den Hersteller von Landmaschinen „John Deere“ gearbeitet. Würden Sie sagen, dass zwischen einer Landmaschine und beispielsweise einem Dinosaurier womöglich grundlegende Gemeinsamkeiten bestehen?

Welke: Eine interessante Frage, aber ja – die grundlegende Ähnlichkeit ist, dass das Ausmaß der „Komplexität“ sowohl bei großen Maschinen als auch bei Lebewesen extrem ist. In beiden gibt es zu viele kleinere, aber auch komplexe Strukturen, die am richtigen Ort sein müssen, das Richtige zur richtigen Zeit tun müssen, damit das Gesamtsystem richtig funktioniert. Heute wissen wir, dass sogar eine einzige lebende Zelle komplexer ist als jeder Traktor, jeder Mähdrescher oder sogar jedes Düsenflugzeug. In einer Maschine gibt es viele Verbindungen, die genau zusammenpassen. Dazu gehören beispielsweise der Kraftstofftank oder der Hydraulikölbehälter und alle zugehörigen Anschlussleitungen. Die Kraftstoffleitungen müssen an die richtige Stelle am Motor geführt und korrekt verwendet werden. Es wäre nicht gut, wenn eine Hydraulikleitung an einen der Motoren angeschlossen oder anstelle eines Kabelbaums zum Cockpit verlaufen würde. Man kann komplexe Maschinen nicht zufällig zusammensetzen – und sie sind noch komplexer bei einem Lebewesen, wie z. B. einem Dinosaurier. Nervenbahnen, Blutgefäße, Muskelsehnen etc. müssen alle an der richtigen Stelle sein. Außerdem hat ein Dinosaurier (oder auch nur eine einfache Zelle) eine eigene Software integriert – sodass er die Fähigkeit zur Reproduktion hat. Ich sehe nicht, dass wir all die Baupläne und Informationssoftware in Traktoren einbauen könnten, damit sie sich selbst reproduzieren können. Ich denke, wir werden immer einen intelligenten Konstrukteur brauchen, der die Fabriken baut und instand hält, in denen komplexe Maschinen gebaut werden können.

kreatikon: Die meisten Menschen würden zustimmen, dass für die Konstruktion eines „John Deeres“ eine Art kreative Intelligenz nötig sei. Derweil halten dieselben Menschen das ungleich komplexere Universum für ein Produkt des Zufalls. Warum diese Inkonsequenz?

Welke: Wie in der vorherigen Frage schon erwähnt – ja, die meisten Leute sind sich einig, dass ein Wirbelsturm nicht zufällig eine wunderbare Maschine wie ein Düsenflugzeug zusammenbauen könnte. Aber zu viele akzeptieren die Vorstellung, dass eine lebende Zelle von selbst entstanden sein könnte. Wir hören zu viele Geschichten über die Ursuppe, wo dies geschehen sein könnte. Wir werden nicht oft genug an die Komplexität auch nur einer einfachen Zelle erinnert, ebenso wenig an eines der grundlegenden Gesetze der Biologie: „Leben kommt nur von Leben“. Das Leben kann nicht und wird nicht zufällig aus einfachen Chemikalien entstehen. Die meisten Atheisten erkennen, dass sie keine gute Erklärung zum Ursprung des Lebens haben. Tatsächlich ist es schwieriger denn je geworden, sich vorzustellen, dass eine lebende Zelle entsteht. Die Biochemie macht es völlig unmöglich. Aber viele kluge Menschen wollen glauben, dass es hätte passieren können. Sie wollen nicht an Gott glauben. Sie sind also wie die Beschreibung des Paulus in Epheser 4,1 „in ihrem Verstand verfinstert“, „wegen der Härte ihres Herzens“. Aber es gibt einige Menschen, die auf die Fakten der Wissenschaft hören und erkennen, dass sie dahin gelangen können, dem Schöpfergott der Bibel zu vertrauen.

kreatikon: Was würden Sie einem Atheisten mit naturalistischer Weltanschauung entgegnen, wenn er Ihnen in Bezug auf die Bibel blinden Glauben vorwerfen würde?
Welke: Zuerst möchte ich ihn daran erinnern, dass wir alle von einem gewissen Glauben abhängig sind. Wie in der Antwort zur vorigen Frage geschildert: ein Atheist muss glauben, blind glauben, dass die erste lebende Zelle von selbst entstanden ist. Aber noch viel mehr als das. Atheisten haben einen Glauben, der vieles voraussetzt. Sie glauben, dass „nichts zu allem explodiert ist“. Sie glauben, dass heiße, herumwirbelnde Gase die ersten Sterne bildeten. (Und das, obwohl sich heiße Gase mit einer Kraft ausdehnen wollen, die 60-100 mal größer ist, als die Schwerkraft sie zusammenziehen kann.) Sie glauben, dass eine einfache Zelle sich in eine komplexe Kreatur wie eine Qualle verwandeln kann. Sie glauben, dass ein Fisch sich entscheiden konnte, an Land zu gehen und Beine zu entwickeln. Sie glauben, dass eine bärenähnliche Kreatur beschlossen hat, zurück ins Meer zu gehen und sich in einen Blauwal zu verwandeln. Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, die einer Untersuchung all dieser Geschichten standhalten.
Zweitens möchte ich unsere atheistischen Freunde daran erinnern, dass niemand bewiesen hat, dass Gott nicht existiert. Wenn man auf eine wissenschaftliche Art und Weise an schwierige Fragen herangeht, dann muss man alle denkbaren Erklärungen berücksichtigen, einschließlich der Möglichkeit, dass Gott das Leben entworfen und erschaffen hat. Er ist eine sehr brauchbare Erklärung für alles, was wir sehen und untersuchen können. Wenn wir uns die Beweise ansehen, ist es in der Tat viel vernünftiger, die Existenz Gottes zu akzeptieren und unser Vertrauen und unseren Glauben in den Gott der Bibel zu setzen, als jede andere Erklärung.

kreatikon: Viele Menschen sind der Meinung, dass der Glaube an einen 7-Tage-Schöpfergott und ernstzunehmende Wissenschaft sich gegenseitig ausschließen. Ist das aus Ihrer Sicht nachvollziehbar?

Welke: Der größte Teil der modernen Wissenschaft gründete auf der Idee, dass Gott der Schöpfer ist und dass wir seine Schöpfung auf rationale und explorative Weise beobachten können. Der deutsche Mathematiker und Astronom Johannes Kepler bezeichnete seine wissenschaftliche Arbeit als „Gottes Gedanken nachlesen“. Es gibt keinen Widerspruch, wenn man an den Schöpfungsbericht der Bibel glaubt und die Welt mit wissenschaftlichen Methoden untersucht. Wir haben weitaus mehr wissenschaftliche Beweise, die auf eine Schöpfung vor wenigen Tausend Jahren hinweisen, als wir sie für einen Zeitraum von Milliarden Jahren hätten. Dazu gehören das schnell abnehmende Erdmagnetfeld, die Erosionsraten der Kontinente und das weiche biologische Gewebe in Dinosaurierknochen. Wir haben Beobachtungen der Planeten und größeren Monde in unserem Sonnensystem, die auch deutlich zeigen, dass unser Sonnensystem nicht Milliarden Jahre alt sein kann. Und hier auf der Erde haben wir überall Kohlenstoff-14 (14C). 14C hat eine sehr kurze Lebensdauer und kann nur für maximal 80.000 Jahre als Datierungsmethode verwendet werden. Wir finden 14C regelmäßig in Dinosaurierknochen, in Holzproben, die unter alten Lavaströmen vergraben sind, und in Diamanten aus tiefen Erdschichten. 14C tritt zu oft und in zu vielen Arten von Proben auf, um als Kontamination abgetan zu werden. Von allen wissenschaftlichen Beweisen, die wir haben, zeigt das Vorkommen von 14C am deutlichsten, dass wir auf einem Planeten leben, der Tausende von Jahren alt ist, und rein wissenschaftlich betrachtet nicht Milliarden von Jahren alt sein kann.

kreatikon: Warum sollte es für das Leben eines jungen Menschen von Bedeutung sein, dem Bericht der Bibel über die Entstehung der Welt uneingeschränkt Glauben zu schenken?

Welke: Der größte Teil unserer westlichen Kultur wurde durch einen Vertrauensverlust in die Bibel untergraben. Ob durch Darwins Ideen oder die fehlerhafte Urknalltheorie – man erzählt uns ständig von Milliarden von Jahren. Einige Theologen sagen, dass sie diese langen Zeitalter in die Bibel integrieren können. Das mag für sie noch „in Ordnung“ sein, aber die Mehrheit der jungen Menschen wendet sich einfach von der Bibel und dem Christentum ab. Sie haben Recht, wenn sie sagen, dass wenn sie den Kapiteln 1-11 der Genesis nicht vertrauen können, sie auch Matthäus, Markus, Lukas und Johannes nicht vertrauen können. Wenn wir jedoch gute wissenschaftliche Antworten auf ihre Fragen geben können, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich kleiner, dass sich junge Menschen von der Bibel abwenden (siehe 1. Petrus 3,15: „Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, [und zwar] mit Sanftmut und Ehrerbietung.“).
Prediger 12,1 ist auch eine gute Erinnerung: „Und gedenke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: ‚Sie gefallen mir nicht‘“. Dem Rat Salomos folgend, „Gedenke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugend“ glaube ich, dass dies ein starkes Abwehrmittel gegen die steigende Selbstmordrate und Hoffnungslosigkeit unserer heutigen jungen Generation ist. Sie brauchen nur die Gewissheit, dass der Bibel vertraut werden kann, weil sie auch in den meisten „wissenschaftlichen“ Fragen vertrauenswürdig ist. Und es ist die Bibel, in der wir die „Worte des Lebens“ finden. Jesus sagte in Johannes 10,10b: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.“

kreatikon: Wo hat – Ihrer Meinung nach – die Evolutionstheorie ihre größte Schwachstelle und was ist der überzeugendste „Beweis“ für die Schöpfung der Welt durch den Gott der Bibel?

Welke: Darwins Evolutionstheorie, dass alles Leben von einem einzigen gemeinsamen Vorfahren abstammen soll, hat viele Schwächen, die für sie fatal sind. Die vielleicht wichtigste ist Information. Wir wissen heute, dass DNS und zugehörige Moleküle „Informationsmoleküle“ sind. Die DNS selbst ist extrem komplex und sie wird vollständig verwendet – irgendwann an irgendeinem Punkt in unserem Leben. Es gibt keine „Schrott-DNS“ (junk DNA). Das Genom ist ein grandioses Computerprogramm mit bis zu 200 Millionen „Schaltungen“. Dies liefert die Informationen und Variationen, die für die Arten (Grundtypen) des Lebens notwendig sind, um zu überleben und sich zu vermehren. Die einzige bekannte Quelle für brauchbare Informationen ist eine „intelligente“ Quelle. Chaos oder Zufall führt nur zu einem Informationsverlust. Das ist es, was Mutationen sind. Mutationen sind Kopierfehler, die keine neue Information hervorbringen können.
Um nur von einem Fisch zu einer Amphibie zu gelangen, bedarf es einer Fülle von Informationen, die alle auf einmal vorhanden sein müssen. Damit ein Tier in seiner Umgebung überleben kann, gibt es viele innere Veränderungen, die auftreten und funktionieren müssen. Dies erfordert größere Abwandlungen im „Bauplan“. Wenn man die erstaunliche Anzahl von Anweisungen erkennt, die über viele Genen verteilt sind, welche dann „umprogrammiert“ werden müssen, um eine Flosse in ein Bein zu verwandeln, beginnt man zu verstehen, dass zufällige kleine Veränderungen in der DNS im Laufe der Zeit dies nicht bewerkstelligen können. Und dann merkt man, dass eine einfache Zelle nur 130.000 Basenpaare in ihrer DNS hat. Menschen haben etwa 3 Milliarden Basenpaare von Informationen. Dies ist eine phänomenale Menge an neuen Informationen, die nutzbar und funktionsfähig sind. Es ist nicht möglich, dass sich diese Mengen an nutzbaren Informationen durch Zufall aufbauen können.
Moderne genetische Computersimulationen wurden durchgeführt, um die notwendigen Veränderungen herbeizuführen, die für die korrekte Veränderung von nur zwei Nukleotiden (Basenpaaren) im Code notwendig wären. Diese Simulationen zeigen, dass es Milliarden von Jahren dauern würde, bis sich die richtigen Veränderungen z. B. in einer Affenpopulation durchsetzen würden. Aber das wäre noch längst nicht genug, denn es bestehen Hunderttausende Unterschiede in den Nukleotiden zwischen Menschen und Schimpansen. Beachten Sie auch, dass diese neuen verbesserten Änderungen im Code nicht nur einmal vorkommen dürfen. Sie müssen sich in einer Population von Tieren – männlichen und weiblichen – etablieren. Eine einmalige Mutation würde einfach aussterben. Selbst unter den imaginären Milliarden von Jahren in der Urknalltheorie bleibt nicht genug Zeit, um selbst kleine Veränderungen durchzuführen, die die Komplexität des Genoms erfolgreich erhöhen. Nur die Bibel stellt dieses moderne genetische Konzept in Genesis 1 korrekt dar – dass sich jede „Art“ nach ihrer eigenen „Art“ vermehren wird. Und 1. Korinther 15,39 bestätigt dies, wenn es heißt: „Nicht alles Fleisch ist von gleicher Art; sondern anders ist das Fleisch der Menschen, anders das Fleisch des Viehs, anders das der Fische, anders das der Vögel.“ Wir wissen heute, dass es die DNS ist, die dieses Prinzip der Fortpflanzung nach unserer eigenen „Art“ durchführt, und nicht der Zufall.

kreatikon: Warum sollte man den Grand Canyon gesehen haben?

Welke: Der Grand Canyon ist Amerikas berühmtestes und meistbesuchtes Naturdenkmal. Er ist ein spektakuläres Loch im Boden. Er ist 446 km lang, bis zu 29 km breit und seine tiefsten Abschnitte sind über 1.800 Meter tief. Während die meisten Menschen nur die säkulare Geschichte hören, wie er sich im Laufe von Millionen von Jahren gebildet haben soll, gibt es ernsthafte Probleme damit.


Es gibt neun Hauptschichten von Sedimenten, die als ein großer Querschnitt des Gesteins sichtbar sind. Diese reichen bis hinunter zu den „Keller“-Felsen, oder Graniten. Vom oberen Rand aus kann man diese Kellerfelsen sehen (wenn man weiß, wo man hinschauen muss) und direkt darüber befinden sich die kambrischen Sedimentgesteinsschichten. Diese sind bekannt für die kambrische Explosion des Lebens. Wenn Sie in den Canyon mit einem Floß hineinfahren oder hineinwandern, finden Sie Orte, an denen Sie Ihre Hand an die Grenze zwischen dem ursprünglichen Schöpfungsgestein und der kambrischen Sedimentgesteinsschicht legen können, die direkt über dem Granit verläuft. Die unteren Granite sind Schöpfungsgesteine – geschaffen am dritten Tag, aber die nächste Schicht (Tapeats Sandstein) ist die erste Schicht aus Sedimentgestein. Diese Grenze wird als Große Nichtkonformität bezeichnet, weil hier fast eine Milliarde Jahre angeblicher evolutionärer Zeit fehlen. Aber wenn man es sich anschaut, sieht es so aus, als wären riesige Mengen an Sedimenten horizontal eingespült worden und als ob sie dabei die ursprünglichen Hügel der Schöpfung eingeebnet hätten. Es ähnelt eindeutig den Überresten eines katastrophalen Ereignisses ohne eine lange Zeitspanne zwischen den Schichten. Das Ausmaß der Gewalt, das sich an dieser Stelle widerspiegelt, ist für den menschlichen Geist schwer vorstellbar. Diese enormen Schichten von Sedimentgestein über dem Schöpfungsgestein sind Gesteine des Gerichts, die im Laufe der globalen Flut entstanden sind. In großen Teilen der Welt sind sie nicht sichtbar unter der Erde, am Grand Canyon haben wir einen vertikalen Querschnitt durch all diese Schichten.
Der Grand Canyon bildete sich nur wenige Hundert Jahre nach der Ablagerung der Schichten. Säkulare Wissenschaftler behaupten gerne, dass der Colorado River den Grand Canyon über Millionen von Jahren gefräst hat. Aber im Grand Canyon hätte das Wasser bergauf fließen müssen, um einen so riesigen Canyon durch dieses Plateau zu graben. Dieser Teil von Arizona ist viel höher gelegen als der Colorado River, der aus dem Nordosten fließt. Weiterhin gibt es auch mächtige Felsschichten, die gebogen sind. Die unheimlich dicken Sedimentschichten verlaufen gekrümmt und gehen an mehreren Stellen fast senkrecht nach oben. Dies kann nur geschehen, wenn alle Schichten noch feucht sind – ziemlich schnell abgelagert und noch weich, wenn ein Erdbeben oder eine Verwerfung auftrat und alle Schichten gemeinsam gebogen wurden. Es sieht so aus, als ob ein riesiger Stapel von Platten aus Modellierton auf einmal gebogen wurde, wobei jede Schicht noch weich war. Diejenigen, die an einen langen Zeitraum glauben, haben keine zufriedenstellende Erklärung für diese gebogenen Schichten.


Außerdem gibt es Meeresfossilien und 14C-Spuren in jeder Schicht. Aus diesen und einigen anderen Gründen lässt sich der Grand Canyon am besten durch zwei große Katastrophen erklären. Zum einen die Sintflut zur Zeit Noahs, die zunächst alle Sedimentschichten ziemlich schnell niederlegte. Im Norden Arizonas blockierten aufgeworfene Schichten jedoch verbleibendes Flutwasser (und das abfließende Wasser aus den neu gebildeten Rocky Mountains) zu sehr großen Seen. Vielleicht einige Hundert Jahre später gab es Risse im Damm (dem aufgeworfenen Plateau), der schließlich nachgab, und in einer großen zweiten Katastrophe wurde der größte Teil des Grand Canyons in kurzer Zeit gegraben, wodurch dieses große und lange Loch freigelegt wurde. Viel Wasser in sehr kurzer Zeit ist eine viel bessere Erklärung für den Grand Canyon (und andere Canyons der Welt), als wenig Wasser über Millionen von Jahren.
Denken Sie daran, dass in unserer modernen Zeit der erfolgreichste Angriff auf die Bibel noch vor Darwin begann. Es war ein direkter Angriff auf die globale Sintflut. Die Hauptperson dabei war Charles Lyell, der lange Zeiträume vorschlug, um die Gesteinsschichten zu erklären, und dass die Sintflut nie stattgefunden hatte. Dieser Angriff, mit den notwendigen langen Zeiträumen, führte zu den ersten ernsthaften Zweifeln in der westlichen Zivilisation an dem Buch Genesis und wurde zur Grundlage für Darwins Evolutionstheorie. Es ist auch ein direkter Verstoß gegen Petrus Befehl, sich an die Sintflut zu Noahs Zeit zu erinnern (siehe 2. Petrus 3,1-6).
Wenn Sie erkennen, dass diese Gesteinsschichten nur bei einem großen Flutereignis hätten gebildet werden können – dem Gericht über die grassierende Sünde in den Tagen Noahs – dann werden Sie wirklich demütig, wenn Sie die Schichten betrachten. Ich bezeuge, dass ich ein größeres Vertrauen in die Worte der Genesis, Gottes Gericht über die Sünde, und in sein Angebot der Liebe und Vergebung der Sünde durch das Werk Jesu Christi empfand.

kreatikon: Was treibt Sie an, in Ihrem bereits fortgeschrittenen Alter noch um die Welt zu reisen und Vorträge zu halten? Und welches Hauptanliegen haben Sie als Referent speziell für die „kreatikon“?

Welke: Danke für den Kommentar zum fortgeschrittenen Alter! Ich schätze, was mich wirklich zurück nach Deutschland zieht und hier diese Art von Vorträgen zu halten, ist, dass Deutschland mein Geburtsland ist. Wann immer ich als Junge und junger Mann Deutschland besuchte, schien es so wenige Menschen zu geben, die der Bibel glaubten und unseren Schöpfer und Erlöser anbeteten. Ich denke, die Lehre des Darwinismus seit mehr als 100 Jahren ist der Hauptfaktor dafür. Heute haben wir den „Goliath“ der weltlichen Wissenschaft, der die wahren Gläubigen des lebendigen Gottes verspottet. Ich weiß, dass es in Deutschland ein paar „Davids“ gibt, die in der Lage sind, diese falsche Vorstellung, dass Wissenschaft und Bibel unvereinbar sind, aufzuheben. Aber es scheint, dass es zu wenige sind. Also fragte ich Gott, ob ich helfen könnte. Ich komme ohnehin gerne nach Deutschland, und jetzt hat Gott mir viele Türen geöffnet, um die Wahrheit Seines Wortes zu verkünden. Ich habe viel Wissen über Genetik und Geologie sowie Astronomie erworben. Die Fakten dieser Wissenschaften bestätigen die Wahrheit der Geschichte des Lebens und der Erde in der Bibel. Indem ich Stolpersteine in diesen Bereichen beseitige, bete ich, dass die Gemeinde in Deutschland gestärkt wird und noch vielen hilft, das Evangelium von Jesus Christus anzunehmen. Amen.

08.05.2019, Gennadi Unger